Ohne Trauring heiraten? Für die meisten Paare nicht vorstellbar! Immerhin steht der Ring selbst heute noch für das Versprechen der Liebe, der ewigen Treue und Verbundenheit. Um einer solchen Symbolik gerecht zu werden, verlangt es nach einem besonderen Ring. Trauringe und Ringe im Allgemeinen sind tief in der menschlichen Kultur verwurzelt – und ihre Geschichte reicht wahrscheinlich weiter zurück, als viele vermuten würden.

Ringe gehören zu den ältesten Symbolen, die wir kennen. Heute wissen wir, dass unsere Vorfahren sich bereits vor über 21.000 Jahren mit Ringen aus Mammutelfenbein, Knochen, Holz, Bernstein, Bronze, Eisen und Edelmetallen schmückten. Dabei wurden den Ringen unterschiedliche Bedeutungen nachgesagt. Zwar wurden Ringe sowohl in der Antike und später auch im europäischen Mittelalter von der Oberschicht als reine Schmuckobjekte getragen, es gab aber auch spezielle Ringe. Ringe, denen mystische oder sogar geheime Kräfte attestiert wurden.

Verlobungs- und Trauringe haben einen solchen Kultstatus. Sie sind mehr als nur Schmuck für ihre Besitzer. Es sind Ringe mit starker Symbolwirkung. Ringe, die bereits im ersten Jahrhundert aus symbolträchtigen Materialien wie Eisen hergestellt wurden.

Der Verlobungs- und Trauring als Symbol der ewigen Liebe

Der Ring hat die perfekte Form. Schon für die Ägypter und Römer stand er für den Lebenszyklus und die Ewigkeit. Das ideale Kultobjekt für einen starken Zauber, wie dem Versprechen der ewigen Liebe und Treue. Wird der Ring dann auch noch aus einem einzigen Stück Metall geschmiedet, dann hat er physisch weder Anfang und noch Ende. Damit ist er das vollkommene Symbol der Ewigkeit.

Auch das Christentum konnte sich der starken Wirkung des Trauringes nicht entziehen und so fand der Trauring im 13. Jahrhundert seinen Einzug in die christliche Trauzeremonie.

Allerdings hatte der Verlobungs- und Trauring vor nicht all zu langer Zeit – und für manche vielleicht noch heute – eine weitere eher unromantische Bedeutung. Der teure Verlobungsring kam einer Versicherung gleich. Dabei ging der Mann leer aus. Er bekam zwar die Frau, dafür aber keinen Ring. Denn es handelte sich um ein öffentlich sichtbares Bindungsversprechen und versicherte die Mitgift. Aber auch für die Frau bedeutete es Sicherheit. Sie konnte an der Größe und dem Wert des Ringes die Finanzkraft des Mannes erkennen. Je protziger, desto lohnender die Partie. Mit Romantik hatte das allerdings nur wenig zu tun.

Auch das Christentum konnte sich der starken Wirkung des Trauringes nicht entziehen und so fand der Trauring im 13. Jahrhundert seinen Einzug in die christliche Trauzeremonie. Allerdings hatte der Verlobungs- und Trauring vor nicht all zu langer Zeit – und für manche vielleicht noch heute – eine weitere eher unromantische Bedeutung. Der teure Verlobungsring kam einer Versicherung gleich. Dabei ging der Mann leer aus. Er bekam zwar die Frau, dafür aber keinen Ring. Denn es handelte sich um ein öffentlich sichtbares Bindungsversprechen und versicherte die Mitgift. Aber auch für die Frau bedeutete es Sicherheit. Sie konnte an der Größe und dem Wert des Ringes die Finanzkraft des Mannes erkennen. Je protziger, desto lohnender die Partie. Mit Romantik hatte das allerdings nur wenig zu tun.

Links oder doch lieber rechts?

Auch wenn viele Paare heute auf den Verlobungsring verzichten, war es früher in Deutschland, Dänemark, Österreich, Norwegen, Litauen, Polen, Bulgarien, Russland und der Ukraine Tradition, den Verlobungsring am linken Ringfinger zu tragen. Nach der Hochzeit wanderte dieser als Trauring auf die rechte Hand über.

Heute wird das Thema der Seite allerdings flexibel gehandhabt. Paare können selbst darüber entscheiden, auf welche Seite sie ihre Ringe tragen wollen. Links oder traditionell rechts ist daher eher eine Frage des Geschmackes oder hängt davon ab, ob man Links- oder Rechtshänder ist. Für viele Rechtshänder ist das Tragen des Ringes am linken Ringfinger nämlich wesentlich angenehmer.

Aberglaube – auch heute noch ein Thema

Wir lieben Geschichten. Je dramatischer, desto stärker sind sie. Und sie sind auch der Stoff, aus dem der Aberglaube entsteht. So besagt ein alter Brauch, dass Sie ihren Ehering unter keinen Umständen ausziehen dürfen. Wenn doch, dann kühlt er aus – genau wie die Liebe zwischen Ihnen und Ihrem Partner.

Noch tragischer ist es allerdings dann, wenn Sie den Ehering eines anderen Menschen anziehen. Das würde Ihrer und der Ehe des Ringbesitzers nicht gerade dienlich sein.

So ein Trauring war jedoch auch ein Indikator dafür, wer in der Ehe das Sagen haben wird. Blieb der Ring am Tag der Trauung am mittleren Gelenk des Brautfingers stecken, hatte die Frau das Sagen. Passte dieser hingegen problemlos auf den Finger, bestimmte der Mann. Spätestens hier merkt man, dass es sich um einen alten Aberglauben handelt. Moderne Frauen werden sich kaum das Recht der Selbstbestimmung nehmen lassen. Egal ob ein Ring am Tag der Hochzeit gut oder schlecht sitzt.

Individuelle Trauringe – die gibt es

Da die meisten Trauringe auf ähnliche Weise hergestellt werden und den vorherrschenden Modetrends unterworfen sind, heben sich die meisten Ringe kaum voneinander ab. Sie sehen ähnlich aus, sind aus denselben Materialien und werden in Massen produziert. Für Individualität bleibt bei dem steigenden Bedarf kaum noch Platz.

Trotzdem führen zwei Wege zum individuellen Trauring: Durch eine Gravur verwandelt sich Masse in Klasse. Das wussten bereits die Römer, die Ihre antiken Eheringe mit speziellen Inschriften wie „Pignus amoris habes“ (Du bist meiner Liebe Pfand) verzierten. Heute wird meist der Name des Partners und das Hochzeitdatum eingraviert.

Wer es noch individueller will, schmiedet den Ring des Partners gleich selbst. Ein solcher Ring wird für nur einen Träger geschmiedet, hat eine einzigartige Struktur und ist aus einem einzigen Stück Damaszenerstahl geschmiedet. Garantiert ohne Anfang und Ende! Und obwohl es aufgrund der enormen Härte des Materials schwierig ist, den Ring zu gravieren, können mit einem modernen Laserverfahren sehr besondere Botschaften in den Trauring graviert werden. Noch persönlicher geht es kaum.

Beschäftigt man sich mit Trauringen, merkt man schnell, dass die Auswahl gut überlegt sein will. Denn der eigene Ring steht für ein sehr intimes Versprechen und symbolisiert gleichzeitig einen großen Teil unserer Kultur von vor 21.000 Jahren bis heute.

Trauringe Hecho-a-Mano